ZAIS: Neues Forschungszentrum für Davos

Eine einmalige Kombination ermöglicht Spitzenforschung

In enger Zusammenarbeit zwischen der sportmedizinischen Abteilung des Spitals Davos und dem Schweizerischen Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF) entsteht ein weiteres wissenschaftliches Zentrum in Davos: das ZAIS. 

Davos ist national sowie auch international bekannt für Sportanlässe und Sportmedizin auf allerhöchstem Niveau. Hier finden Grossanlässe wie der Spengler Cup oder das Davos Nordic mit Spitzenathleten statt, hier trainieren Olympasieger wie Dario Cologna und hier absolvieren Spieler des HC Davos und diverse Athleten von Swiss Ski ihre Leistungstests. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass mit dem ZAIS in Davos nun auch ein neues wissenschaftliches Zentrum entsteht. In erster Linie steht ZAIS für «Zentrum für Allergie, Asthma, Immunologie, Stoffwechsel und Sportmedizin». ZAIS steht aber auch für eine weltweit einmalige Kollaborationsplattform.

Startschuss im Jahr 2020

Mit dem Wechsel ins neue Jahrzehnt wurden der erste Meilenstein gelegt und der Startschuss für die wissenschaftliche Zusammenarbeit im ZAIS gegeben: Nach langer Vorbereitung wurde die Bewilligung für ein umfängliches Forschungsprojekt durch die zuständige Ethikkommission erteilt. In diesem sollen das Immunsystem und der Metabolismus von Spitzensportlern und Spitzensportlerinnen im Vergleich zu sportlich weniger aktiven Personen untersucht werden.

Die Forschungsziele umfassen unter anderem die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Leistungssport, Infektanfälligkeit und allergischen Erkrankungen, zum Beispiel Asthma. Weltweit leiden 300 Millionen Menschen an Asthma: Von den Erkenntnissen, welche durch diese Studien gewonnen werden, profitieren letztendlich also nicht nur Spitzensportler und Spitzensportlerinnen, sondern auch eine Vielzahl von Patienten und Patientinnen mit allergischen und immunologischen Erkrankungen.

(Nicht)-Sporttreibende unterschiedlichen Niveaus und Alters

Da die Teilnehmerzahl eine entscheidende Rolle für die Aussagekraft einer wissenschaftlichen Studie spielt, leisten jeder Proband und jede Probandin einen wertvollen Beitrag für die Forschung. Mit dem ambitionierten Ziel eines Einschlusses in die Studie von insgesamt je 200 Personen im Alter zwischen 12 und 65, die entweder professionell Sport betreiben, in ihrer Freizeit sportlich aktiv sind oder gar keinen Sport treiben, kann das ZAIS zukünftig eine Spitzenposition in der aktuellen Sportimmunologie-Forschung einnehmen.

Dies nicht zuletzt dadurch, weil das Schweizerische Institut für Allergie und Asthmaforschung (SIAF) international bereits über ein ausgezeichnetes Renommee und an seinem Standort am Wolfgang über eine eigene Biobank verfügt, wo Proben über Jahre gesammelt werden können.

Höchstgelegene Sport- und Forschungsstadt der Alpen

Die Paarung der klinischen Kompetenz der Sportmedizin im Spital Davos und die Anwendung neuester Technologien in einer anerkannten Forschungsinstitution ermöglicht eine einzigartige Plattform zur Einrichtung und Untersuchung des ersten «Sportler-Patientenregisters» in der Schweiz. Davos bietet als erklärte, mit internationalen Top-Instituten ausgestattetem «Wissensstadt» und als Heimat von zahlreichen Profi- und begeisterten Freizeitsportlern den idealen Standort für das ZAIS.

Was ist eine Biobank?

In einer Biobank erfolgt die Sammlung von Proben menschlicher Körpersubstanzen (z. B. Blut, Zellen usw.) sowie von DNA als Träger genetischer Informationen. Gemeinsam mit diesen Proben oder davon getrennt werden Daten aufbewahrt, welche Informationen über die Spendenden (z. B. Krankheitstyp) enthalten. Diese Daten und Proben werden in der Biobank den Datenschutz-Richtlinien entsprechend in verschlüsselter Form aufbewahrt, sie können also nicht auf die jeweilige Person zurückgeführt werden.